Infusionstherapie bei Tinnitus, Hörsturz & Schwindel

Ein erstmalig auftretender akuter Tinnitus gehört ebenso wie ein Hörsturz
möglichst bald in HNO-ärztliche Behandlung.

Neben einer gründlichen medizinischen Abklärung ist die richtige Beratung durch den Arzt entscheidend für den Therapieverlauf. Dazu gehört die Information, dass Ohrgeräusche keine Krankheit und meist harmlos sind. Die Patienten sollten die Geräusche möglichst wenig beachten und völlige Stille vermeiden.

In der Regel kommen – je nach Diagnose – folgende Maßnahmen infrage: Gemäß der Leitlinie Hörsturz der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, die 2014 aktualisiert wurde, sollte die Akutbehandlung des Tinnitus in einer systemischen hochdosierten Kortisontherapie erfolgen, entweder als Kurzinfusion, in Tablettenform oder als intratympanale (direkt durch das Trommelfell ins Mittelohr gespritzte) Steroidbehandlung, meist ambulant. Es kann auch eine Krankschreibung erfolgen. Die Spontanheilungsrate liegt bei ca. 70 Prozent, dennoch sollte bei erstmals auftretendem Tinnitus zügig ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Bis zu einer Dauer des Ohrgeräuschs von ca. drei Monaten spricht man von einem akuten Tinnitus.