Lärmvorsorge-Untersuchung

Der "DGUV Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen" G 20 "Lärm" ist eine allgemein anerkannte Regel der Arbeitsmedizin.

Stellt sich in der beim Arbeitsmediziner durchgeführten Lärm-I-Untersuchung eine verminderte Luftleitungshörschwelle dar, ist die Ergänzungsuntersuchung nach Lärm II notwendig. Hierbei werden die Untersuchungen ausgeweitet und vertieft. Beträgt oder überschreitet der Hörverlust bei 2 kHz 40 erfolgt eine erweiterte Ergänzungsuntersuchung Lärm III beim Hals-Nasen-Ohrenarzt.

Lärm III Untersuchung

  1. otoskopische Untersuchung
  2. Tonaudiometrie in Luft- und Knochenleitung
  3. Sprachaudiogramm für beide Ohren, sowie bei begründeter Indikation:
    1. Tympanometrie (Mittelohrdruckmessung)
    2. Bestimmung der Stapediusreflexschwelle – Bei dem Messverfahren werden Impedanzänderungen erfasst, die unter anderem durch den Stapediusreflex bewirkt werden. Dabei kontrahiert sich der Musculus stapedius (Steigbügelmuskel) reflektorisch bei hohen Lautstärken und versteift dadurch die Gehörknöchelchenkette, um das Innenohr zu schützen. Viele Erkrankungen des Mittel- und Innenohres sowie des Reflexbogens führen zu abweichenden Impedanzwerten und werden dadurch mit Hilfe der Messung diagnostisch erfasst.